Elisabeth A. Schlegel
Werke und Projekte
2025_Du hast die Wahl!_Demokratie Leben
Projekteinreichung: Akademie der bildenden Künste Wien in Kooperation mit Gewista (Entwurf nicht realisiert)
Demokratie ist vielseitig. In meiner Arbeit setze ich mich mit Identitätsfragen und Grundwidersprüchen des Lebens auseinander. Grundwidersprüche, wie Jung und Alt, Frau und Mann, Individuum und Kollektiv, sowie Leben und Tod werfen wichtige Fragen einer Gesellschaft auf. Grundwidersprüche verlangen einen offenen Dialog. Jeder dieser Widersprüche kann Antrieb für gesellschaftliche Entwicklung sein und birgt enormes Potential, um neue Wege außerhalb bestehender Konflikte zu finden. Werte müssen in einer modernen Gesellschaft immer wieder neu ausgehandelt werden, damit eine Gesellschaft lebendig bleibt und Diversität gelebt werden kann. Meine Arbeit soll motivieren, sich für eine bewusste Teilhabe an einem bunten Kollektiv zu entscheiden und in Gespräch zu treten für gegenseitige Akzeptanz. Eine Stimme zu haben und sichtbar zu sein, das macht für mich Demokratie aus.
Du hast die Wahl!_Öl auf Molino, digitaler Schriftzug_140cmx110cm
2023_Masken, Masken
Kooperation mit Dr. Rudolf Kapellner und der Wiener Schule für Bewusstsein.
Anhand von Maskenarbeit wurden Fragen zu Identität und Bewusstsein, ausgehend von der persönlichen Maske (=der Persona), sowie der Theatermaske bis hin zur transpersonalen Maske, welche in diesem Fall die persönliche Krafttiermaske ist, erforscht. In einem einwöchigen Maskentanzworkshop habe ich die TeilnehmerInnen angeleitet ihre Krafttiere in Trance zu finden, zu formen und zu gestalten.
2020_Auf-bruchstimmung Corona: Der Vordergrund ist rissig geworden
Stipendium der Kulturabteilung der Stadt Wien 2020
Ausgelöst durch den Ausbruch der Corona Epidemie befasste sich mein Projekt mit individuellen und kollektiven Zerfallsprozessen in unserer Gesellschaft. Zerfall und Abtrennung führen unter anderem zum Vergessen. Das Projekt soll bewusstmachen, was unsere menschliche Verantwortung für unseren Zusammenhalt, der Teilhabe und des Erinnerns bedeutet. Neben der schriftlichen Verfassung eines Textes, habe ich die Thematik auch malerisch umgesetzt.
Ausgangspunkt für meine Arbeit war ein Konzept der Philosophin und feministischen Theologin Mary Daly (USA), weiterentwickelt durch den österreichischen Psychologen und Bewusstseinsforschers Dr. Rudolf Kapellner. Das Konzept beschreibt die Oberflächlichkeit eines patriarchal erzeugten Vordergrunds und den dadurch schwer zu erreichenden, allumfassenden Hintergrund. Der Hintergrund, den Daly als die eigentliche Quelle von Kraft, Kreativität, Fülle und Lebendigkeit bezeichnet, bleibt uns im Alltag durch einen systemisch erzeugten Vordergrund verschlossen. Unser Bewusstsein wird durch menschlich erzeugte, lebensfeindliche Kräfte, welche Daly in ihrer Literatur als „Dämonen des Vordergrunds“ bezeichnet, ständig manipuliert und vom Eintauchen in den lebendigen Hintergrund abgehalten. Diese Dämonen, wie zum Beispiel die Apraxia (=Handlungsunfähigkeit, Ohnmacht), die Amnesia (= Abwesenheit von Erinnerung, Vergessen), die Aphasia (=Sprachlosigkeit, Schweigen) oder die Akoinonia (= Fehlen von Gemeinschaft), sorgen für einen jeweils spezifischen, abgetrennten Zustand unseres Bewusstseins,
Das System erzeugt zum Beispiel permanente Ablenkung durch neue Techniken, Scheinwelten, Lifestyles, Informationsflut oder andere Surrogate, die uns Heilung versprechen, die uns in Wirklichkeit aber von echter Einsicht und Lebendigkeit abhalten und schwächen, da sie unsere Kraft binden und unsere Aufmerksamkeit zerstückeln. Wir haben scheinbar alles (im Griff), und trotzdem sind wir innerlich leer und ausgebrannt.
In meinem Projekt habe ich mir erlaubt das Zeitfenster des ersten Corona Lockdowns für einen Moment als psychosoziales Experiment zu betrachten und die "Dämonen des Vordergrunds", die durch den plötzlichen Stillstand in der Gesellschaft deutlich sichtbar wurden, in ihrem Wirken bewusst zu machen.
Hintergrund, Öl/BW, 60cmx100cm
Dämonen des Vordergrunds, Öl/BW, 100cmx90cm
Unantastbare Idylle, Öl/BW, 100cmx60cm
Zeitreise in Bildern (1992- jetzt)
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